Der Montagskommentar auf GRHeute.

 

Vor rund zehn Tagen schien die Aroser Eishockeywelt, zumindest vom Tal aus gesehen, trotz der anhaltenden Formbaisse und der daraus resultierenden Niederlagenserie der ersten Mannschaft in der Masterround noch einigermassen in Ordnung zu sein. Doch dann kam das verrückte Derby gegen den EHC Chur, das wohl in die Sportgeschichte eingehen wird. Ein Spiel, das die Aroser nach einer 5:0-Führung eigentlich auf keinen Fall mehr hätten verlieren dürfen. Doch sie taten es, weil sie den Spielbetrieb – aus für den Aussenstehenden absolut unverständlichen Gründen – nach 31 Minuten mehr oder weniger eingestellt und das Spieldiktat dem scheinbar schon geschlagenen Gegner überlassen hatten. Das Resultat ist bekannt und der darauf folgende Spott und Hohn aus dem Tal tönte fürchterlich.

In einem Interview mit Lutta Weidacher, dem Präsidenten des EHC Arosa, vor einer Woche sagte dieser unter anderem: «Viel trainieren ist ein wichtiger Teil unseres Konzepts. Irgendwann muss sich das harte Training dann aber auch resultatmässig positiv auswirken, spätestens in den Playoffs. Die Müdigkeit kann sicher mit ein Grund sein für unsere gegenwärtige sportliche Baisse.» Im Zusammenhang mit dem Projekt in Arosa machte er zudem die wichtige Aussage: «Sportlicher Erfolg ist nicht planbar!»